„Das war mal wieder ein Job der unterhaltsamen Art“, kann ich im Rückblick sagen. Dabei steckt hinter diesem Satz mehr als nur ein netter Auftrag. Wer mich und meine Arbeit kennt, weiß, dass meine Wurzeln tief im Radsport liegen. Jahrzehntelang war ich selbst im Mountainbike-Downhill unterwegs und habe für Fachmagazine gearbeitet. Diese Verbindung zum Sport ist geblieben, auch wenn sich der Fokus meiner Arbeit längst auf Webdesign, Fotografie und Video im Sauerland verschoben hat. Umso mehr habe ich mich gefreut, als die Anfrage kam, die Sauerlandrundfahrt 2026 fotografisch und filmisch zu begleiten.
Zusammen mit meinem Kollegen Stephan hatten wir die Aufgabe, Inhalte mit Fokus auf Social Media zu produzieren. Doch diese Ausgabe des Rennens war anders als die Jahre zuvor. Erstmals wurde die Veranstaltung als mehrtägiges UCI-Etappenrennen aufgezogen. Was vorher ein klassisches Eintagesrennen war, entwickelte sich zu einer knappen Woche Radsport im Sauerland. Diese Premiere im neuen Format lockte zahlreiche Radfans in die Region und brachte die deutsche Elite unterhalb der höchstrangigen Profiebene an den Start. Vier Etappen standen auf dem Programm, was für uns als Medienteam bedeutete: Kein Tag war wie der andere.
Gegen die Zeit und das Tempo
Aus der Perspektive eines Fotografen ist ein Straßenradrennen eine besondere Disziplin. Die Herausforderung liegt weniger im Bildaufbau, als in der extremen Geschwindigkeit. Die Rennfahrer erreichten auf den Etappen Durchschnittsgeschwindigkeiten von über 40 km/h. Das klingt schon auf dem Papier schnell, wird aber erst richtig greifbar, wenn man am Streckenrand steht. Der Start ist in wenigen Sekunden vorbei. Auch an den Orten, durch die das Feld fährt, bleibt oft nur ein Zeitfenster von wenigen Minuten. Dann ist auch der Letzte durch.
Diese Knappheit erfordert einen genauen Plan. Wir mussten vom Startort schnell zur nächsten Location fahren, um die Fahrer dort wieder einzufangen. Mit einem Auto über Abkürzungen zum nächsten Spot zu kommen, ist selbst für Ortskundige nicht immer einfach, wenn das Peloton so schnell unterwegs ist. Es wäre natürlich schlimm gewesen, die Sportler zu verpassen, denn dann bringt man keine Fotos mit. Im Gegensatz zu einem normalen Fotoshooting, bei dem Motive vielleicht zehnmal an einem Punkt vorbeikommen, hast du hier oft nur eine Chance. Unterm Strich hat bei dieser Premiere alles geklappt, aber es waren definitiv ein paar aufregende Tage.
Atmosphäre und alte Bekannte
Trotz der Hektik und der logistischen Anforderungen bleibt bei solchen Events immer Raum für die besonderen Momente. Es hat viel Spaß gemacht, wieder in diese spezifische Atmosphäre eines Rennradrennens einzutauchen. Der Radsport bringt Menschen zusammen, und das gilt auch für die Akteure am Rand der Strecke. Eine schöne Begegnung war zum Beispiel das Wiedersehen mit dem ehemaligen Tour-de-France-Profi Paul Voss. Er war in diesem Jahr wieder mit dabei, nachdem er sich in der jüngeren Vergangenheit eher auf Gravel-Rennen konzentriert hatte. Solche Momente zeigen, dass es bei der Arbeit nicht nur um die technischen Bilder geht, sondern auch um das Eintauchen in eine Gemeinschaft.
Die Veranstaltung selbst wurde von der Region positiv angenommen. Trotz einiger Vorkommnisse, wie etwa Probleme mit Autofahrern auf der Strecke während des Zeitfahrens, zog die Bilanz am Ende ein zufriedenes Fazit. Für uns als Team war es eine gelungene Woche, die gezeigt hat, dass dynamische Sportevents im Sauerland funktionieren und spannende Inhalte liefern.
Bilder, die den Moment tragen
Am Ende zählt das Ergebnis. Wenn die Bilder da sind und die Geschichte des Rennens erzählen, war die Anstrengung gut investiert. Sportfotografie lebt davon, den entscheidenden Augenblick festzuhalten, der nicht wiederkehrt. Genau das macht den Reiz aus – und genau dafür stehe ich mit meiner Arbeit. Ob bei Sportevents, im Business oder für Vereine: Es geht darum, authentische Situationen einzufangen, ohne viel Aufhebens darum zu machen.
Wenn du selbst ein Projekt planst, bei dem es auf gute Bilder und Filme ankommt, lass uns gerne darüber sprechen. Vielleicht ist dein nächstes Event im Märkischen Kreis oder im Sauerland ja der passende Anlass für eine unkomplizierte Zusammenarbeit. Schreib mir einfach eine Nachricht, dann schauen wir, was möglich ist.













